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Sehr geehrter Papst Leo,
Da wir uns heute in Bingen versammelt haben, um das Fest der Heiligen Hildegard zu feiern, halten wir es für einen geeigneten Zeitpunkt, Ihnen diesen Willkommensbrief von Women’s Ordination Worldwide (WOW) zu senden.
Wir sind uns bewusst, dass die Botschaft der Einheit ein zentraler Grundsatz Ihres Pontifikats ist. Daher bitten wir Sie eindringlich zu bedenken, dass es ohne die vollständige Gleichberechtigung, Würde und Inklusion von Frauen keine Einheit geben kann.
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Lesen Sie weiter in "Willkommensbrief von Women’s Ordination Worldwide an Papst Leo"
Die Theologin und Ordensfrau Martha Zechmeister CJ aus El Salvador schreibt an den neuen Papst - hier ist der Link zu diesem kraftvollen und zugleich sehr schönen Brief:
Warum weigert sich die katholische Amtskirche so vehement, Frauen zu Priesterinnen zu weihen?
Im Mittelalter teilte der Feudalismus die Männer in "oben" und "unten" ein.
Oben war derjenige, der herrschte, das "Subjekt".
Er war derjenige, der dem Mann unter ihm, dem "Objekt", seinen Platz anwies.
Dieser gelobte ihm Treue und Gehorsam und wurde im Gegenzug von ihm beschützt.
Entscheidend ist: Frauen hatten in dieser Männer-Kultur keinen Platz - es sei denn als Objekt "unter" einem Mann.
Bei der Priesterweihe ist diese Kultur "von Mann zu Mann" bis heute zu beobachten.
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Lesen Sie weiter in "Nach-gedacht - Persönliche Notizen zum Vortrag von Max-Josef Schuster am 24.06.2025"
Lebendiger Gott,
du bist Ursprung und Ziel allen Seins.
In Respekt und Dankbarkeit haben wir Abschied genommen von Papst Franziskus, der dir und dem ganzen Volk Gottes in Einfachheit gedient hat, der vor allem die Armen und Benachteiligten nie vergessen hat. Ihnen galten seine besondere Liebe und Sorge.
Wir bitten dich:
Du sendest uns und der ganzen Kirche immer wieder deine Geistkraft, die uns stärkt, die Mut und Energie schenkt.
Sende deine Geistkraft besonders allen Kardinälen, die sich zum Konklave versammeln. Erleuchte ihre Herzen, durchdringe ihre Gedanken und öffne ihren Blick für die Zeichen unserer Zeit.
Hilf ihnen, einen Hirten zu wählen, der unsere Kirche im Geiste des Evangeliums Schritt für Schritt weiterführt auf dem Weg der Erneuerung, den Franziskus begonnen hat.
Sende deiner Kirche einen Papst, der die Lebenswirklichkeit der Menschen in den verschiedenen Ländern der Welt wahrnimmt, der den Dialog mit allen sucht und den angestoßenen Prozess, eine wahrhaft synodale Kirche zu werden, fortführt.
Sende deiner Kirche einen Papst, der Verantwortung dafür übernimmt, dem weltweiten Ruf der Frauen nach Gleichberechtigung in der katholischen Kirche Gehör zu geben und zu ihrer Stimme zu werden.
Sende deiner Kirche einen Hirten, der fähig ist, Brücken zu bauen zwischen Tradition und Aufbruch.
Wir beten um einen Papst, der Berufungen von Frauen mit Wertschätzung begegnet, der die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an allen Diensten und Ämtern der Kirche befürwortet und entsprechende Schritte in die Wege leitet.
Heilige Geistkraft, du Geist der Liebe und des Friedens:
Wirke du in dieses Konklave hinein, um den Papst zu finden, der die Kirche auf menschenfreundliche Weise und heilsame Wege führt.
Amen.
Gebetstext: Christina Gauer und Brigitte Schmidt, Vernetzung berufener Frauen*>> Weil Gott es so
will<<; veröffentlicht am Tag der Diakonin+plus in Köln 29. April 2025
Für die Rolle der Frauen.
Wir beten, dass die Würde und der Wert der Frauen in jeder Kultur anerkannt werden und dass die Diskriminierungen, denen sie in verschiedenen Teilen der Welt ausgesetzt sind, aufhören.
Ich frage mich:
Wie kann man als Mitglied oder gar als Oberhaupt der katholischen Kirche solche Sätze aussprechen?
Mt 7,3: Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?
Für unsere Rolle als Frauen.
Wir beten, dass unsere Würde und unser Wert als Frauen in jeder Kultur und auch in unserer Kirche anerkannt werden und dass die Diskriminierungen, denen wir in verschiedenen Teilen der Welt, in der katholischen Kirche aber grundsätzlich und systematisch ausgesetzt sind, aufhören.
Wir beten, dass die Verantwortlichen in der katholischen Kirche endlich die institutionell verordnete Herabwürdigung der Frauen als Irrweg erkennen und beenden.
Wir beten, dass die katholische Kirche als weltweit größte und einflussreichste Religionsgemeinschaft nicht länger durch ihr Vorbild Strukturen bestärkt, in denen die Menschenwürde der Frauen missachtet wird.
Michaela Axtner
Warum einen Priester verlieren?
Der Erzbischof von Malta, Charles Scicluna, plädierte für ein Ende des Zölibats in der Zeitung "Times of Malta".
"Wenn es nach mir ginge, würde ich die Regeln ändern,
dass ein Priester im Zölibat leben muss", sagte Scicluna.
"Warum sollen wir einen jungen Mann verlieren,
aus dem ein guter Priester geworden wäre,
nur weil er heiraten will?"
Quelle: domradio.de
Warum eine Priesterin verlieren?
"Wenn es nach mir ginge, würde ich die Regeln ändern,
dass nur Männer Priester sein dürfen", sage ich.
"Warum sollen wir eine junge Frau verlieren,
aus der eine gute Priesterin geworden wäre,
nur weil sie eine Frau ist?"
Michaela Axtner
Herr meiner Seele!
Als Du noch in dieser Welt wandeltest, hast Du den Frauen immer deine besondere Zuneigung bewiesen.
Fandest Du doch in ihnen nicht weniger Liebe und Glauben als bei den Männern.
Auch befand sich ja unter ihnen deine Heilige Mutter, deren Verdienste uns zukommen und deren Habe wir tragen.
Die Welt irrt, wenn sie von uns verlangt, dass wir nicht öffentlich für Dich wirken dürfen, noch Wahrheiten aussprechen, um derentwillen wir im Geheimen weinen, und dass Du, Herr, unsere gerechten Bitten nicht erhören würdest.
Ich glaube das nicht, Herr, denn ich kenne deine Güte und Gerechtigkeit, der Du kein Richter bist wie die Richter dieser Welt, die Kinder Adams; kurz, nichts als Männer, die meinen, jede gute Fähigkeit bei einer Frau verdächtigen zu müssen.
Aber es wird der Tag kommen, mein König, wo dieses alles bekannt wird.
Ich spreche hier nicht für mich selbst, denn die Welt kennt meine Schwachheit, und das ist mir lieb.
Aber ich werfe unserer Zeit vor, dass sie starke und zu allem Guten begabte Geister zurückstößt, nur weil es sich um Frauen handelt.
Teresa von Avila (1515 – 1582)
Wir träumen
von einer geschwisterlichen Kirche,
die wahrhaft christlich ist:
Diese Kirche wird
ihre Irrwege verlassen haben.
Diese Kirche wird
Spaltungen und Ungerechtigkeiten überwunden haben.
Diese Kirche wird
zu Liebe und Menschlichkeit gefunden haben im Geiste Jesu.
Diese Kirche wird
unsere Kirche der Zukunft sein.
Die Zukunft unserer Kirche beginnt jetzt!
Wir können nicht länger warten!
(Die Thesen s. Anhang als PDF)