Hier finden Sie ältere verschiedene Einträge.
Das Jahr 2025 ist in der römisch-katholischen Kirche etwas Besonderes: alle 25 Jahre wird ein Heiliges Jahr ausgerufen und 2025 ist es wieder soweit. Dazu begleitet eine satirische Aktion das Heilige Jahr - inklusive sprechendem Wortspiel:
Für 2025 hat die Gruppe einen digitalen Kalender zusammengestellt – 2025 als (schein)heiliges Jahr.
Die vollständige Pressemitteilung erhalten Sie über diesen Download.
Alle Kalenderblätter für das vollständige Jahr 2025 finden Sie hier.
… zur Überbrückung der Zwischenzeit hier noch ein Artikel der Neutestamentlerin Marlis Gielen auf katholisch.de: Warum auch Frauen Priester werden können
„Weil Gott es so will“
herder.de/theologie-pastoral-shop/...-weil-gott-es-so-will-gebundene-ausgabe/c-37/p-20347/
Es ist für uns ein wichtiges Anliegen, die Auseinandersetzung mit unseren Argumenten anzustoßen und einen Dialog zu führen, vor allem mit Andersdenkenden. Gerne beantworten wir deshalb Anfragen an uns, auch wenn sie Kritik an unseren Ansichten formulieren. Hier ein Beispiel für einen kürzlich geschriebenen Antwortbrief:
Sehr geehrte Frau ....,
Ihre Nachricht habe ich erhalten.
Auch ich meine, dass es für jeden gläubigen Christen wichtig ist, seinen persönlichen Platz in der Kirche zu finden, das gilt für Frauen genauso wie für Männer.
In einem wesentlichen Punkt sind wir uns einig:
Maria sollte von niemandem für eigene Zwecke instrumentalisiert werden.
Die Initiative Maria 2.0 macht das, entgegen vielfach wiederholten Behauptungen nicht, sondern sie will, ganz im Gegenteil zu diesem Missverständnis, zurück zur ursprünglichen Maria und sie von dort ausgehend in ihrer vollen Größe und Bedeutung wiederentdecken.
Im Laufe der Kirchengeschichte wurde die „originale“ Maria leider immer mehr zurückgedrängt und von traditionell wachsenden Marienbildern überlagert, die biblisch nicht zu begründen sind. Dies hat, zusammen mit anderen Entwicklungen, im Laufe der Jahrhunderte auch dazu beigetragen, dass Maria von führenden Männern der katholischen Kirche als „Vorbild“ instrumentalisiert wurde, um Frauen in eine untergeordnete, demütig gehorchende Rolle zu drängen. Diese Zusammenhänge waren wohl ein Grund für die Namensgebung der Bewegung Maria 2.0.
Inhaltlich unterscheiden sich deren Forderungen übrigens nicht von denen des Katholischen Deutschen Frauenbundes, sie erreichen nur aktuell eine größere öffentliche Aufmerksamkeit aufgrund ihres ideenreichen Engagements. Viele verantwortungsvolle christliche Frauen und Männer unserer Zeit schließen sich diesen Bewegungen an aus Sorge um die Zukunft ihrer Kirche, aus Leidenschaft im Glauben – und um den ihnen zustehenden Platz in dieser Kirche einnehmen zu können, was uns Frauen leider noch immer ohne stichhaltige Gründe verwehrt wird.
Wir alle träumen von einer Kirche, in der ungerechte Strukturen und Spaltungen endlich überwunden werden, in der Jesu befreiende Botschaft der Liebe für alle Menschen ohne Unterschied gilt und in der alle Menschen ihrer persönlichen Berufung in die Nachfolge Jesu ohne Einschränkung folgen dürfen. Wer uns Spaltung vorwirft, verkennt offenbar die Realität: Die Kirche ist schon lange gespalten, wir machen dies nur sichtbar und engagieren uns dafür, diese unheile Situation endlich zu überwinden!
Es ist nicht so, dass die Bibel über christliche Frauen keine Auskunft gibt. Ich empfehle Ihnen zunächst diesen auch für theologische Laien gut lesbaren wissenschaftlichen Abschnitt über Maria:
Beachten Sie dabei neben den einleitenden Erklärungen besonders auch die Veränderung der Rolle Marias in der Apostelgeschichte (2.2 -> 2.3) und die Erläuterungen zum „Magnificat“ im Abschnitt 2.5 Lukasevangelium.
Ferner empfehle ich Ihnen weitere Lektüren aus unserer Literaturliste, hier können Sie vieles erfahren über die Rolle der Frauen im Gefolge Jesu und in der entstehenden Kirche. Das soeben neu erschienene Buch der katholischen Ordensfrau Philippa Rath „Weil Gott es so will“, sei Ihnen ebenfalls empfohlen. Diese Autorin dürfte wohl auch für Sie außerhalb jedes „Emanzen-Verdachtes“ stehen.
Hier noch der direkte Link zu unserer Gruppe:
https://pfarreienverbund-kulmbach.kirche-bamberg.de/st--hedwig/gruppen/maria-2-0/
Dies ist unsere offizielle mail-Adresse, unter der Sie mich anschreiben können:
maria2.0-kulmbach@mail.de
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen.
Mit freundlichen Grüßen
Michaela Axtner